Ergebnisse aus dem ADFC-Fahrradklimatest 2016 liegen vor

Gutes Abschneiden Paderborns im Städtevergleich

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„Hat Deine Stadt ein Herz für Radler?“ Das war die Leitfrage des großen ADFC-Fahrradklimatests, der 2016 bundesweit in 539 Städten durchgeführt wurde. Paderborn landete auf den vorderen Rängen auf dem 13. Platz unter den 38 Städten seiner Stadtgrößenklasse. Somit bleibt die Stadt ein wenig hinter dem starken 9. Platz von 2014 zurück, braucht sich aber nicht zu verstecken: Im landesweiten NRW-Vergleich belegt Paderborn den dritten Platz (von 14) – hinter Hamm und Herne. Klares Ziel ist es, die Bedingungen für ein gutes Fahrradklima weiter zu stärken und wieder unter die Top Ten zu kommen.

Insgesamt waren keine großen Änderungen zum Abschneiden von 2014 zu verzeichnen – das gilt auch für die im Test herausgestellten Stärken und Schwächen des städtischen Fahrradklimas.

Eine gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums, die gute Wegweisung sowie die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer – dies sind Aspekte, mit denen Paderborn bei den Radfahrern punkten konnte. Im Vergleich zu den ähnlich großen Städten fallen auch der Winterdienst auf Radwegen oder die Möglichkeit des zügigen Radfahrens positiv auf.

Verbesserungsbedarf sehen die Radfahrenden dagegen bei der Führung an Baustellen und bei den Ampelschaltungen. Im Vergleich zu anderen Städten wird zudem die Fahrradmitnahme im ÖV als Kritikpunkt angeführt. Aus den Antworten kann die Verwaltung auch ablesen, womit die Bürger zufrieden sind – und wo aus ihrer Sicht noch stärker im Sinne der Fahrradfreundlichkeit angepackt werden soll. Die Ergebnisse deuten außerdem daraufhin, dass sich viele Paderborner ein Fahrradverleihsystem wünschen. Die Stadt wird hierzu eine Machbarkeitsstudie erstellen.

Durch die Bewerbung des Fahrradklimatests in den Medien konnten 580 Bürgerinnen und Bürger für die Teilnahme gewonnen werden, was ein kräftiges Plus gegenüber 2012 (386 Teilnehmer) bedeutet. Die Befragten äußerten sich zu insgesamt 27 Fragen aus den fünf Themengebieten Fahrrad- und Verkehrsklima, Stellenwert des Radverkehrs, Sicherheit beim Radfahren, Komfort beim Radfahren und Infrastruktur und Radverkehrsnetz. Der Test findet alle zwei Jahre statt und gilt als weltweit größte Befragung zum Radverkehr – mit 120.000 Teilnehmern im Jahr 2016. Wie auch in den Vorjahren überzeugten vor allem kleinere Städte. Der Gesamtsieger nach Noten ist die Kleinstadt Reker. In Paderborns Größenklasse erhielt Göttingen das beste Resultat.

Alle Ergebnisse im Detail gibt es unter: www.adfc.de/fahrradklima-test

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Eineinhalb Meter für die Sicherheit.

Welchen Seitenabstand muss man beim Überholen eines Radfahrers einhalten? Bei der Antwort auf diese Frage sind sich viele nicht so sicher und fahren eher „nach Gefühl“. Es gibt aber eindeutige Anforderungen durch die Rechtsprechung: Für das sichere Überholen sind demnach 1,5 Meter Abstand notwendig. Situationsabhängig kann auch mehr Sicherheitsabstand erforderlich sein. Überholt ein Radfahrer den anderen, so sollte er dabei 1 Meter Abstand halten.

Ein Autofahrer überholt mit viel Abstand eine Radfahrerin in der Riemekestraße.

Diese Vorgaben werden nicht immer beachtet, was bei Radfahrern zumindest ein mulmiges Gefühl auslöst oder gar zur Gefährdung führt. Für ein umsichtiges Miteinander auf den Straßen ist eine rücksichtsvolle Fahrweise – und Geduld – angebracht: Wenn nicht genügend Platz für das gefahrlose Überholen vorhanden ist, muss man eben hinter dem Radler bleiben. Ist, wie im Bild, ein Schutzstreifen vorhanden, so ändert sich die 1,5-Meter-Regel nicht – manche Autofahrer fahren sehr nah an die Markierungslinie heran und unterschreiten dabei den Mindestabstand. Es ist zu bedenken, dass Radfahrer durch leichte Schwankungen in der Fahrlinie mehr Fahrbahnbreite in Anspruch nehmen.

Radfahrer sind aufgrund der besseren Sichtbeziehungen auf der Fahrbahn objektiv sicherer aufgehoben als auf dem Bordsteinradweg – das belegen Studien aus der Unfallforschung. In der Stadt Paderborn wird ihnen daher, wie bundesweit,  zunehmend das Mitfahren auf der Fahrbahn erlaubt. Damit sich im Mischverkehr alle sicher und zügig fortbewegen können, empfiehlt sich – wie sonst auch – eine wache und umsichtige Fahrweise aller Verkehrsteilnehmer.

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Brücke in Schloß Neuhaus ab 27. Januar gesperrt

12_lippe-alme_422-_2014_ans-2Reparatur nicht mehr möglich

Ab Dienstag, 27. Dezember gesperrt werden muss die Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Alme und Lippe im ehemaligen Landesgartenschaugelände in Schloß Neuhaus, auf dem Verbindungsweg zwischen Merschweg und Hermann-Löns-Straße. Eine aktuell durchgeführte Prüfung der Brücke durch ein externes Ingenieursbüro hat ergeben, dass die Holzbrücke nicht mehr tragfähig und sicher ist.

Die Stadt Paderborn hat das Ingenieursbüro auch beauftrag zu überprüfen, ob die Brücke bei Reduzierung der Verkehrslast durch die Einengung der Gehwegbreite noch geöffnet bleiben kann. Dies wurde aber nach statistischen Berechnungen verneint. Daher muss die Brücke ab Dienstag komplett gesperrt werden. Eine Umleitung über in der Nähe liegende Brücken wird vor Ort eingerichtet.

Der Zustand der Brücke lässt es nicht zu, diese durch kurzfristige Reparaturen wieder nutzbar zu machen. Die Verwaltung berät derzeit wie mit der Brücke weiter verfahren werden soll.

Die Stadt Paderborn bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die hier entstehenden Umwege und Unannehmlichkeiten.

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