Schutzstreifen und keine Benutzungspflicht mehr auf der Eisenbahnbrücke

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Hier geht es auf den Schutzstreifen.

Radfahrer, die aus der Nordstraße kommend in Richtung Dr.-Rörig-Damm weiterfahren wollen, haben jetzt die Wahl, ab der Brücke vom Radweg der Nordstraße auf die Fahrbahn zu wechseln, wo ein Schutzstreifen beginnt. Ein Piktogramm verdeutlicht die Abfahrtmöglichkeit. Es wurde eine Sperrfläche markiert, die die abbiegenden Autofahrer nach links lenkt, so dass Platz für auf die Fahrbahn wechselnde Fahrradfahrer bleibt. Die Benutzungspflicht für den Radweg auf dem Hochbord wurde somit aufgehoben. Der Vorteil beim Fahren auf der Fahrbahn ist: Radfahrer sind jederzeit im Blickfeld der Autofahrer. Bundesweite Studien zeigten, dass Unfälle auf Bordstein-Radwegen häufig an Einmündungen passieren. Deshalb sind die Städte dazu verpflichtet, die Radwege auf ihre Benutzungspflicht hin zu untersuchen und diese gegebenenfalls aufzugeben.

 

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Unfallage Fahrradfahrer – Zahlen für 2017 zeigen wenig Veränderung

Die Polizei Paderborn hat neue Zahlen zur Unfallage der Radfahrer in Stadt und Kreis Paderborn vorgelegt.

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Verkehrsunfälle und Verunglückte im Kreis Paderborn

Wie man in der Graphik erkennt, gab es 2017 im Kreis Paderborn weniger Verkehrsunfälle mit Radfahrern (495) und weniger Verunglückte (376) als im Vorjahr. Das Niveau muss allerdings weiterhin als hoch bezeichnet werden. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Rund jeder vierte Verunglückte (26,2 Prozent) war 2017 ein Radfahrer. Damit ändert sich auch an diesem Wert wenig. Gemessen an ihrem Modal-Split-Anteil (15%) sind Radfahrer hier überrepräsentiert. Der Modal Split zeigt, wie viel Verkehrsaufkommen auf die jeweiligen Verkehrsträger entfällt.

Pedelecs stellen kein besonderes Problem dar

Der Anteil der Pedelec-Fahrer an den Verunfallten stieg von 8,8% (2016) auf 13,3% (2017). Aber: Der Anstieg entspricht der höheren Verbreitung der E-Bikes und Pedelecs. Auch Untersuchungen zur Unfallsicherheit kommen zu dem Schluss, dass die Unfallhäufigkeit nicht signifikant vom Fahrradtyp abhängt. Dennoch rät die Polizei zur Vorsicht, da gerade das dynamische Beschleunigungsverhalten der elektrisch unterstützten Fahrräder ungeübte Radfahrer überfordert.

Abbiegende Autofahrer achten nicht ausreichend auf Radfahrer

Bei der Betrachtung der Hauptunfallursachen, die in der statistischen Erfassung der Polizei getrennt nach Verstößen von Radfahrern und Verstößen gegen Radfahrer erfasst werden, muss festgestellt werden, dass Autofahrer beim Abbiegen nicht ausreichend auf Fahrradfahrer achten. Immer wieder sind in den Zeitungen entsprechende Unfallberichte zu lesen. Auch in Paderborn stellt dieses Fehlverhalten bei Verstößen gegen Radfahrer die häufigste dar. Bitte denken Sie an den Schulterblick, wenn Sie abbiegen. Denken Sie auch daran, dass Kinder besonders leicht übersehen werden können.

Bei den Radfahrerinnen und Radfahrern rangiert beim Fehlverhalten das Fahren entgegen der Fahrtrichtung wieder weit oben.  Viele denken nicht darüber nach, dass andere Verkehrsteilnehmer wirklich nicht mit ihnen rechnen, wenn sie aus der falschen Richtung kommen. Hierdurch gefährden sie sich vor allem selbst.

 

 

 

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Radfahrende haben in Marienloh die Wahl

presse1Benutzungspflicht des Radwegs an der Detmolder Straße aufgehoben

Schon seit Juni dürfen Radfahrende in Marienloh an der Detmolder Straße auf Länge der gesamten Ortsdurchfahrt endlich auch auf der Straße fahren. Die baulichen Radwege bleiben aber bestehen. Um die Aufhebung der Benutzungspflicht des Radweges zu verdeutlichen und auch den Autofahrern zu zeigen, dass Radfahrer die Straße mitbenutzen, wurden Radfahr-Piktogramme auf der Fahrbahn markiert. Von Bad Lippspringe aus endet die Benutzungspflicht des Radweges auf Höhe der Straße „Im Lipphorn“, von Paderborn aus kurz vor dem Ortseingangsschild.

Intuitiv vermuten viele Radfahrende, dass die Fahrt auf dem Bordsteinradweg sicherer ist. Doch Unfallstudien haben gezeigt, dass die besseren Sichtbeziehungen insbesondere an Kreuzungen und Einfahrten eindeutig für das Fahren auf der Straßenfahrbahn sprechen: Radler sind hier immer im Sichtfeld des Autofahrers. Es wird empfohlen, nicht ganz rechts am Bordstein zu radeln, sondern selbstbewusst in ausreichendem Abstand dazu. Für Autofahrer gilt: Bitte einen Radfahrer nur überholen, wenn ein seitlicher Sicherheitsabstand von 1,50m eingehalten werden kann. Für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die nicht über eine Karosserie oder Seitenaufprallschutz verfügen, fühlt sich eine zu dichte Vorbeifahrt sehr unangenehm an.

Die Stadt Paderborn, die eine Jury der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Städte) nach einer Bereisung im Juli zur Aufnahme in die AGFS NRW empfohlen hat, möchte mit Maßnahmen wie der Aufhebung der Benutzungspflicht das Fahrrad als umweltfreundliches, gesundes und platzsparendes Verkehrsmittel weiter stärken. Für jeden lohnt es sich, zu prüfen, ob eine kurze Fahrt wirklich mit dem Auto getätigt werden muss: Auf Strecken bis zu 5 Kilometer Länge ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel, schont das Klima – und fördert gleichzeitig die Fitness. Außerdem ist die Maßnahme Teil der Entwicklung zügiger und sicherer Hauptradrouten zwischen Paderborn und den Ortsteilen. Bei diesem Projekt arbeitet die Stadt Paderborn mit der Initiative für Radfahrer zusammen. Als erstes werden Routen nach Marienloh sowie nach Benhausen/ Neuenbeken umgesetzt.

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