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von Susanne Evers | 06.02.2009 | Polizei,Sicherheit

Autofahrer schlägt Radfahrer nieder

Am Mittwochabend sind in Hövelhof ein Autofahrer und ein Radfahrer aneinander geraten. Dabei schlug der Autofahrer seinen Kontrahenten mit einem Gegenstand nieder. Der zog sich schwere Kopfverletzungen zu und musste mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.Der Radfahrer (18) hatte nach eigenen Angaben gegen 18.05 Uhr die die Kirchstraße in Richtung Gütersloher Straße befahren. Beim Abbiegen nach links in die Windthorststraße geriet er auf den Fahrstreifen für den Gegenverkehr. Zeitgleich war ihm ein PKW entgegengekommen, der wegen des Radfahrers anhalten musste. Obwohl dieser ihm durch Handzeichen zu verstehen gab, dass er an ihm vorbei fahren sollte, blieb der Autofahrer stehen. In dieser Situation kam es vermutlich zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fahrzeugführern. Anschließend setzte der Radfahrer seine Fahrt fort. Der Autofahrer wendete und folgte dem Kontrahenten. Nach etwa 200 Metern hatte der Autofahrer den Radfahrer wieder eingeholt. Er hielt an und schlug ihn völlig unvermittelt mit einem länglichen harten Gegenstand auf den Kopf. Danach flüchtete der Autofahrer in unbekannte Richtung.Mit Hilfe eines Anwohners verständigte der Radfahrer den Rettungsdienst. Bei der ärztlichen Behandlung wurde festgestellt, dass der junge Mann schwere Verletzungen an einem Auge erlitten hatte.Die Polizei konnte auf Grund der Angaben des Verletzten und nach ersten eigenen Recherchen noch am Abend einen Tatverdächtigen ermitteln.Dabei handelt es sich um einen 26-Jährigen Mann aus Hövelhof, der gegenüber den Beamten widersprüchliche Angaben machte. Er stritt ab etwas mit der Tat zu tun zu haben.Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.   
Kommentare zu diesem Beitrag

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Max Sievers schreibt am 11.02.2009: Dieser Vorfall zeigt, dass nicht nur Unfälle die Sicherheit der Radfahrer gefährden. Nach den bisherigen Erkenntnissen sind da keineswegs zwei Hitzköpfe aneinander geraten. Diese Sichtweise macht das Opfer zum Täter. Radfahrer lösen bei Autofahrern, die charakterlich nicht dazu geeignet sind, Aggressionen aus. Dieser Vorfall zeigt, dass die Polizei es versäumt, das Recht rücksichtslos gegen jeden Verkehrsteilnehmer durchzusetzen. Wenn nun die Polizei und die Staatsanwaltschaft meinen, sie bräuchten Nötigungen und Gefährdungen von Radfahrern durch Autofahrer nicht zu verfolgen, berufen sie sich auf das Opportunitätsprinzip. Ich aber nenne es einen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Polizei und die Justiz haben keine gesetzgebende Kompetenz. Diese maßen sie sich an, wenn sie systematisch Gesetzesverstöße gewisser Gruppen tolerieren.

Marcus Endberg schreibt am 10.02.2009:
@Alltagsradler: Wer, der Autofahrer? Wie unvernünftig!
Bekanntlich sind Autofahrer doch die bei durch Unfällen verursachten Schädel-Hirnverletzungen mit Abstand größte Risikogruppe: http://www.fahrrad-helm.de/KURATORIUMZNS

Alltagsradler schreibt am 10.02.2009: Ist doch klar: Er hat keinen leHm getragen ;-)

Marcus Endberg schreibt am 10.02.2009: Da sind vermutlich zwei Hitzköpfe aneinander geraten und der eine hat's dann übertrieben.

Pressemeldungen der POL PB kann jeder unter http://www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/paderborn/ lesen bzw diejenigen, die Radfahrer betreffen gesammelt unter http://media.rad-weg.nueb.de/

Frage an die Redaktion: was hat dieser Vorfall mit "Radfahrsicherheit" zu tun?

MfG, Marcus Endberg (Bad Lippspringe)


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