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von Stefan Freise | 26.02.2009 | Polizei,Statistik

Radfahrsicherheit - Statistik (2006 - 2008)

Verkehrsunfälle mit Radfahrern
Kommentare zu diesem Beitrag

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Marcus Endberg schreibt am 29.05.2009:
@Strefan Schwan: Korrekt, hätte man in der Paderborner StVB mal die VwV gelesen (und auch verstanden, ...), würden in Paderborn weit weniger blaue Schilder stehen. Zudem sind nach StVO § 45 (9) "Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sind nur dort anzuordnen, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist."

Wie sind unter diesen rechtlichen Aspekten die meisten Paderborner Rad_wege zu rechtfertigen, z. B. der in Planung befindliche an der Hermann-Löns (http://www.radfahrsicherheit-paderborn.de/index.php?a=46) oder der Neubau an der Detmolder zw. PB und Marienloh? Richtig: gar nicht.

... also entweder hat man die Rechtslage nicht verstanden oder ignoriert sie wissentlich. Aber es geht ja schliesslich nicht um die Sicherheit der Radfahrer, sondern darum, sie von der Fahrbahn zu entfernen, Prinzip "Rad weg!".

Stefan Schwan schreibt am 29.05.2009: Die Statistik zeigt, dass die "verbotene Gehwegbenutzung" und "Geisterfahrer" die wichtigste Unfallursache im Radverkehr sind. Tatsächlich handelt es sich allerdings häufig um ein eklatantes Versagen der Radwegeplanung. In der Paderborner Innenstadt gibt es zahlreiche für den Zweirichtungsverkehr freigegebene einseitige Radwege. In der Verwaltungsverordung zur STVO (z.B. unter http://bernd.sluka.de/Recht/StVO-VwV/VwV_zu_2.txt) heißt es dazu:

Die Benutzung von in Fahrtrichtung links angelegten Radwegen in Gegenrichtung ist mit besonderen Gefahren verbunden und deshalb aus Gründen der Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht erlaubt. Links angelegte Radwege können allerdings, wenn eine sorgfältige Prüfung nichts Entgegenstehendes ergeben hat, durch die Straßenverkehrs- behörden im Einzelfall mit Zeichen zur Benutzung durch die Radfahrer auch in Gegenrichtung freigegeben werden. Davon soll außerorts bei nur einseitig angelegten Radwegen in der Regel und innerorts nur in besonderen Ausnahmefällen Gebrauch gemacht werden.

Noch einmal zum Mitschreiben: "im Einzelfall" und "nur in besonderen Ausnahmefällen". Die meistbefahrere Fahrradstrecke in der Paderborener Innenstadt ist wohl der Innenstadtring. Ein Ausweichen auf den Fußgöängerweg lässt sich wegen des hohen Verkehrsaufkaommens auf diesem Radweg häufig gar nicht vermeiden. Die Unfallstatistik zeigt auch (und das wird hier natürlich verschwiegen) dass sich gerade auf dem Ring viele der "Fahrtrichtungsunfälle" mit PKW-Beteiligung oder Fußgängern ereignen. Es grenzt zum einen an grob fahrlässige Gefährdung (nicht nur) von Radfahrern, hier einen Radweg nur einseitig zu planen. Spätestens die "sorgfältige Prüfung" der Statistik sollte doch wohl zeigen, dass diesen Radwegen in der Innenstadt etwas "entgegensteht", nämlich die Gefährdung van Radfahrern und Fußgängern.

Stefan Schwan schreibt am 29.05.2009: Die Statistik zeigt, dass die "verbotene Gehwegbenutzung" und "Geisterfahrer" die wichtigste Unfallursache im Radverkehr sind. Tatsächlich handelt es sich allerdings häufig um ein eklatantes Versagen der Radwegeplanung. In der Paderborner Innenstadt gibt es zahlreiche für den Zweirichtungsverkehr freigegebene einseitige Radwege. In der Verwaltungsverordung zur STVO (z.B. unter http://bernd.sluka.de/Recht/StVO-VwV/VwV_zu_2.txt) heißt es dazu:

Die Benutzung von in Fahrtrichtung links angelegten Radwegen in Gegenrichtung ist mit besonderen Gefahren verbunden und deshalb aus Gründen der Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht erlaubt. Links angelegte Radwege können allerdings, wenn eine sorgfältige Prüfung nichts Entgegenstehendes ergeben hat, durch die Straßenverkehrs- behörden im Einzelfall mit Zeichen zur Benutzung durch die Radfahrer auch in Gegenrichtung freigegeben werden. Davon soll außerorts bei nur einseitig angelegten Radwegen in der Regel und innerorts nur in besonderen Ausnahmefällen Gebrauch gemacht werden.

Noch einmal zum Mitschreiben: "im Einzelfall" und "nur in besonderen Ausnahmefällen". Die meistbefahrere Fahrradstrecke in der Paderborener Innenstadt ist wohl der Innenstadtring. Ein Ausweichen auf den Fußgöängerweg lässt sich wegen des hohen Verkehrsaufkaommens auf diesem Radweg häufig gar nicht vermeiden. Die Unfallstatistik zeigt auch (und das wird hier natürlich verschwiegen) dass sich gerade auf dem Ring viele der "Fahrtrichtungsunfälle" mit PKW-Beteiligung oder Fußgängern ereignen. Es grenzt zum einen an grob fahrlässige Gefährdung (nicht nur) von Radfahrern, hier einen Radweg nur einseitig zu planen. Spätestens die "sorgfältige Prüfung" der Statistik sollte doch wohl zeigen, dass diesen Radwegen in der Innenstadt etwas "entgegensteht" - nämlich die Gefährdung van Radfahrern und Fußgängern.

Stefan Schwan schreibt am 29.05.2009: Die Statistik zeigt, dass die "verbotene Gehwegbenutzung" und "Geisterfahrer" die wichtigste Unfallursache im Radverkehr sind. Tatsächlich handelt es sich allerdings häufig um ein eklatantes Versagen der Radwegeplanung. In der Paderborner Innenstadt gibt es zahlreiche für den Zweirichtungsverkehr freigegebene einseitige Radwege. In der Verwaltungsverordung zur STVO (z.B. unter http://bernd.sluka.de/Recht/StVO-VwV/VwV_zu_2.txt) heißt es dazu:

Die Benutzung von in Fahrtrichtung links angelegten Radwegen in Gegenrichtung ist mit besonderen Gefahren verbunden und deshalb aus Gründen der Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht erlaubt. Links angelegte Radwege können allerdings, wenn eine sorgfältige Prüfung nichts Entgegenstehendes ergeben hat, durch die Straßenverkehrs- behörden im Einzelfall mit Zeichen zur Benutzung durch die Radfahrer auch in Gegenrichtung freigegeben werden. Davon soll außerorts bei nur einseitig angelegten Radwegen in der Regel und innerorts nur in besonderen Ausnahmefällen Gebrauch gemacht werden.

Noch einmal zum Mitschreiben: "im Einzelfall" und "nur in besonderen Ausnahmefällen". Die meistbefahrere Fahrradstrecke in der Paderborener Innenstadt ist wohl der Innenstadtring. Ein Ausweichen auf den Fußgöängerweg lässt sich wegen des hohen Verkehrsaufkaommens auf diesem Radweg häufig gar nicht vermeiden. Die Unfallstatistik zeigt auch (und das wird hier natürlich verschwiegen) dass sich gerade auf dem Ring viele der "Fahrtrichtungsunfälle" mit PKW-Beteiligung oder Fußgängern ereignen. Es grenzt zum einen an grob fahrlässige Gefährdung (nicht nur) von Radfahrern, hier einen Radweg nur einseitig zu planen. Spätestens die "sorgfältige Prüfung" der Statistik sollte doch wohl zeigen, dass diesen Radwegen in der Innenstadt etwas "entgegensteht", nämlich die Gefährdung van Radfahrern und Fußgängern.

Marcus Endberg schreibt am 09.03.2009: Diese Plattform hier entwickelt sich immer mehr zur Farce. Jetzt wird unter dem Titel "Radfahrsicherheit-Statistik" ein Foliensatz zur *Unfall* Statistik präsentiert. Hallo? Kann man das Kind denn nicht bei seinem Namen nennen?

Schaut man sich die Präsentation mal an fällt auf, dass es auffällig häufig Geister- & Gehwegradler erwischt. Eigentlich kein Wunder, werden Fahrradfahrer hierzulande doch seit über 70 Jahren von der Fahrbahn verscheucht -- im dritten Reich noch unverhüllt zum Vorteil der Autofahrer (freie Bahn!), in den letzten Jahrzehnten mit der vorgeschobenen "Radwege sind sicher"-Lüge. In den Köpfen vieler Radfahrer wurde so einzementiert, dass sie Fahrbahnnutzung möglichst zu veremeiden hätten.

Folie (Seite) 4 zeigt die Verteilung der von den verunfallten Radfahrern benutzten "besonderen Verkehrswege" ... wieviele der Radfahrer-Unfälle im Beobachtungszeitraum auf der Fahrbahn stattfanden lässt sich nicht erkennen. Vermutlich *will* man dies auch gar nicht zeigen, denn der aufmerksame Beobachter könnte zu dem Schluss gelangen, dass Fahrbahnnutzung für Radfahrer sicherer ist als das Fahren auf Rad-/Fusswegen (wie die Berliner Polizei schon vor Jahren belegt hat). Also sortiert man lieber die Zahlen zusammen, die insbesondere u.a. "falsche Gehewegnutzung" als gefährlich herausstellen und hat so wieder 'tolle' Argumente für den Bau weiterer 'richtiger' Radwege (natürlich mit Benutzungszwang).

Dass beim Foliensatz die Entwicklung des Verkerhsanteils der Fahrradfahrer (meiner Beobachtung nach gestiegen) fehlt macht diese Präsentation dann endgültig unbrauchbar.


mfG aus Bad Lippspringe,
Marcus Endberg


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