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von Eckhard Döring | 02.03.2010 | Sicherheit,Stadt Paderborn

Neues nationales Internetportal zur Radfahrsicherheit

 

Frisch an den Start gegangen ist das neue Internetportal „RADschlag-Info.de", ein Gemeinschaftsprojekt des ACE Auto Club Europa e.V., des Instituts für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule Köln und des Verkehrsclubs Deutschland e. V. (VCD) mit Förderung des Bundesverkehrsministeriums. Schwerpunkt ist die umfassende Information über Radfahren und Radfahrsicherheit mit dem Ziel, mehr Kinder und Jugendliche sicher Radfahren zu lassen.


RADschlag-Info.de richtet sich an Multiplikatoren der Fahrradförderung: Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Familien sowie Verantwortliche aus Vereinen und berät über das Portal http://www.radschlag-info.de/, eine telefonische Hotline sowie per E-Mail bei Fragen rund ums Rad.


Für Akteure der Fahrradförderung bietet die Seite zudem ein Forum im Portal, Infos über Workshops, einen Newsletter und eine Aktionsdatenbank.

Kommentare zu diesem Beitrag

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Marcus Endberg schreibt am 28.03.2010:
Nach anderen Landesrechnungshöfen hat nun auch der LRH Schleswig Holstein erkannt, dass Rad_wege-Bau gesetzwidrige Steuergeldverschwendung ist (s. u.). Wann hört dieser rechtsbrechende, Radfahrer gefährdende Unfug endlich auf?

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http://www.landesrechnungshof-sh.de/index.php?getfile=ergebnisbericht...

3.6.8 Beim Radwegebau kann das Land Millionen sparen

(Bemerkungen 1999, Nr. 19 und 2008, Nr. 20)

Das Land setzt die Prioritäten beim Radwegebau falsch: Es muss
Radfahren innerorts sicherer machen. Stattdessen baut und fördert es
Radwege an Straßen, die weder gefährlich sind noch sonst einen Bedarf
begründen. Hierdurch verschwendet das Land Millionenbeträge.

Das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
(Verkehrsministerium) investierte in den letzten 10 Jahren 126 Mio. €
für Rad-wegebaumaßnahmen an Bundes-, Landes- und kommunalen Straßen.
Dafür baute es nach eigenen Angaben 666 km Radwege. Der LRH hatte
schon 1999 festgestellt, dass es keinen Bedarf für weitere Radwege
gab. Dies ignorierte das Land und baute weiter.

Planung und Bau von Radwegen sind am Verkehrsbedarf und an der
Verkehrssicherheit auszurichten. Diesen Anforderungen trug das Land
nicht Rechnung. Bis heute blieb es den Nachweis schuldig, dass mit dem
Bau der Radwege überhaupt etwas erreicht wurde. Auf die
Verkehrssicherheit wirkte sich das Millionenprogramm nicht förderlich
aus. Sie muss innerorts verbessert werden: Dort verunglückten
Fahrradfahrer bei Unfällen mit Personenschaden 9-mal häufiger als
außerorts. Der LRH hat daher 2008 gefordert:

Radfahren innerorts sicherer machen,
keine weiteren Bauprogramme für Radwege außerorts auflegen,
Medienkampagnen und nicht investive Maßnahmen nutzen,
unabweisbaren Bedarf für einzelne Radwege sorgfältig prüfen und
Zielerreichung nachweisen.

Der Landtag hat sich den Forderungen des LRH angeschlossen. Er hat dem
Verkehrsministerium aufgegeben, vor Investitionen eine sorgfältige
Bedarfsermittlung vorzunehmen und neben touristischen Erfordernissen
auch den Aspekt der Verkehrssicherheit vorrangig zu berücksichtigen.

Der aktuelle Straßenbauplan zeigt, dass das Land diese Hinweise nicht
berücksichtigt hat. Weiterhin baut und fördert es Radwege an freien
Strecken mit zum Teil weit unterdurchschnittlichem Verkehrsaufkommen.
Für viele dieser Maßnahmen hatte der LRH keinen Bedarf gesehen. Die
Straßen waren weder gefährlich noch waren andere zwingende Gründe für
den Bau zu erkennen.

Zudem benötigt das Verkehrsministerium nach eigenen Angaben noch 15
Jahre, um die Radweglücken an Landesstraßen zu schließen. Der LRH ist
der Auffassung, dass die Lücken in 2 Jahren geschlossen sein könnten.
Ein Endlosprogramm für Radwege ist nicht notwendig.

In seiner Regierungserklärung vom 18.11.2009 erklärte der
Ministerpräsident, dass nicht mehr jeder Radweg gefördert werden muss.
Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn das Land
könnte jährlich 4 bis 5 Mio. € sparen, wenn es den Radwegebau
zurückfährt.


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