Schutzstreifen für Radfahrer im Fürstenweg – Regeln sind Autofahrern teilweise noch nicht geläufig

RF_FuerstenwegAm Fürstenweg fahren Radfahrer jetzt auch zwischen dem Rolandsweg und dem Löffelmannweg im Sichtfeld der Autofahrer auf einem 1,50 m breiten Schutzstreifen. Im Bereich der Parkflächen wurde ein zusätzlicher Sicherheitstrennstreifen belassen. Der ehemalige Bordsteinradweg wurde zurückgebaut – entsprechend müssen Radfahrer nun die Straße benutzen.

Durch die besseren Sichtbeziehungen, insbesondere in Kreuzungsbereichen, ist dies sicherer als die Fahrt auf dem Hochbord. Erfahrungsgemäß dauert es allerdings eine gewisse Zeit, bis alle Verkehrsteilnehmer sich an die veränderte Verkehrsführung gewöhnt haben – hier gilt es, besondere Vorsicht walten zu lassen. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, gerade aus der Perspektive des Autofahrers, sich noch mal die wichtigsten Regelungen zu Schutzstreifen zu vergegenwärtigen:

  • Der Schutzstreifen darf nur bedarfsweise und ohne Behinderung des Radverkehrs von Kfz überfahren werden
  • Es darf nicht auf Schutzstreifen geparkt werden! – Halten bis zu drei Minuten ist erlaubt
  • Zum Radfahrer muss ein Seitenabstand von 1,50 m eingehalten werden, das ergibt sich aus § 5, Absatz 4 der StVO
  • Radlern wird empfohlen, so weit rechts auf dem Schutzstreifen zu fahren, dass sie nicht von parkenden Fahrzeugen gefährdet werden bzw. dem Bordstein zu nahe kommen
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Eine Antwort auf Schutzstreifen für Radfahrer im Fürstenweg – Regeln sind Autofahrern teilweise noch nicht geläufig

  1. Peter sagt:

    Der letzte Punkt „Radler müssen auf dem Schutzstreifen fahren, dies leitet sich aus dem Rechtsfahrgebot ab“ kann so generell nicht gelten.

    Denn als Radfahrender muss und soll man ausreichend Abstand auch nach rechts halten. Bei zu schmalen Schutzstreifen – der hier abgebildete ist eine positive Ausnahme – ist dies nicht möglich. Eins von vielen Beispielen wäre in Paderborn zum Beispiel der „Schutz“-Streifen an der Bahnhofstraße stadteinwärts vor der Fußgängerampel Borchener Straße / Florianstraße, welcher ziemlich genau die „Dooring-Zone“ markiert, innerhalb welcher man als Radfahrer eben tunlichst genau nicht fahren sollte. Man kann dieses schmale Streifchen unter https://www.mapillary.com/map/im/KbUlX-cAJKxBbOQ1DsV8Lw neben den parkenden Fahrzeugen erahnen. Ich halte es für fahrlässig, hier nun die Ansicht zu verbreiten, so etwas müsse man benutzen. Und die Autofahrer, die einen dort anhupen, anbrüllen und bewußt eng gefährdend schneiden fühlen sich noch bestätigt. Das war an dieser Stelle ja sicher nicht gewollt.

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