Schutzstreifen für Radfahrer im Fürstenweg – Regeln sind Autofahrern teilweise noch nicht geläufig

RF_FuerstenwegAm Fürstenweg fahren Radfahrer jetzt auch zwischen dem Rolandsweg und dem Löffelmannweg im Sichtfeld der Autofahrer auf einem 1,50 m breiten Schutzstreifen. Im Bereich der Parkflächen wurde ein zusätzlicher Sicherheitstrennstreifen belassen. Der ehemalige Bordsteinradweg wurde zurückgebaut – entsprechend müssen Radfahrer nun die Straße benutzen.

Durch die besseren Sichtbeziehungen, insbesondere in Kreuzungsbereichen, ist dies sicherer als die Fahrt auf dem Hochbord. Erfahrungsgemäß dauert es allerdings eine gewisse Zeit, bis alle Verkehrsteilnehmer sich an die veränderte Verkehrsführung gewöhnt haben – hier gilt es, besondere Vorsicht walten zu lassen. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, gerade aus der Perspektive des Autofahrers, sich noch mal die wichtigsten Regelungen zu Schutzstreifen zu vergegenwärtigen:

  • Der Schutzstreifen darf nur bedarfsweise und ohne Behinderung des Radverkehrs von Kfz überfahren werden
  • Es darf nicht auf Schutzstreifen geparkt werden! – Halten bis zu drei Minuten ist erlaubt
  • Zum Radfahrer muss ein Seitenabstand von 1,50 m eingehalten werden, das ergibt sich aus § 5, Absatz 4 der StVO
  • Radlern wird empfohlen, so weit rechts auf dem Schutzstreifen zu fahren, dass sie nicht von parkenden Fahrzeugen gefährdet werden bzw. dem Bordstein zu nahe kommen
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2 Antworten auf Schutzstreifen für Radfahrer im Fürstenweg – Regeln sind Autofahrern teilweise noch nicht geläufig

  1. Marcus Hampel sagt:

    Zumindest hat man hier ein wenig gelernt und einen Abstand zu den Parkbuchten eingeplant.

    Bei dem Schutzstreifen auf der Elsener Straße von der Kaserne aus in Richtung Elsen ist das leider immer noch nicht der Fall. Dort wird ein „Schutzstreifen“ mit einer Breite von ca. 1m direkt an den Parkbuchten vorbei geführt. Da diese ständig belegt sind, darf dieser „Schutzstreifen“ praktisch nicht von Fahrradfahrern verwendet werden. Denn die Radfahrer müssen zu den dort ständig parkenden Fahrzeugen einen Abstand von mindestens 0,75m – 1,5m halten. Das ist ca. die Breite dieses „Schutzstreifens“. Das habe ich vor 5 Jahren schon mal hier geschrieben. Aber weiterhin werden unerfahrene Radfahrer mit dem „Schutzstreifen“ in die Irre geführt. Eigentlich müsste er Schraffiert werden, um Radfahrer davon anzuhalten hier zu fahren.

    Die Gegenrichtung ist ebenfalls eine Katastrophe. Hier wird ganz am Anfang einen kaum noch zu erkennenden Radweg neben dem Gehweg als benutzungspflichtig markiert. Danach fehlen weitere Reglungen. In der Zwischenzeit ist aber die Haltestelle für den Bus (Delpstraße) renoviert worden. Dort ist nun eigentlich überhaupt kein Radweg mehr zu erkennen. Trotzdem fahren hier weiter die Fahradfahrer auf dem Platz der Haltestelle, was zu Kollisionen mit den Fahrgästen führen kann. Hier müsste man eigentlich endlich die Radfahrer auf die Straße verweisen werden.

    Da könnte ich jetzt unendlich weiter machen und z.B. auf die unhaltbare Verkehrssituation am praktisch neu renovierten Bahnhofsvorplatz verweisen (komplett unübersichtlich Führung der Radwege hinter dem Wetterschutz, nicht klar erkennbare Spur, morgens ständig von Zulieferern des Bahnhofs zugeparkt, viel zu wenige Haltemöglichkeiten für Busse die zudem noch viel zu eng sind, usw. usf.).

    Die Stadt müsste hier mal ein viel größeres Tempo an den Tag legen. Der Mist, der da in der Vergangenheit geplant wurde und teil lebensgefährlich ist, muss endlich mal aufgearbeitet werden. Die Situation muss man z.Z. eher schlecht als recht bewerten.

  2. Peter sagt:

    Der letzte Punkt „Radler müssen auf dem Schutzstreifen fahren, dies leitet sich aus dem Rechtsfahrgebot ab“ kann so generell nicht gelten.

    Denn als Radfahrender muss und soll man ausreichend Abstand auch nach rechts halten. Bei zu schmalen Schutzstreifen – der hier abgebildete ist eine positive Ausnahme – ist dies nicht möglich. Eins von vielen Beispielen wäre in Paderborn zum Beispiel der „Schutz“-Streifen an der Bahnhofstraße stadteinwärts vor der Fußgängerampel Borchener Straße / Florianstraße, welcher ziemlich genau die „Dooring-Zone“ markiert, innerhalb welcher man als Radfahrer eben tunlichst genau nicht fahren sollte. Man kann dieses schmale Streifchen unter https://www.mapillary.com/map/im/KbUlX-cAJKxBbOQ1DsV8Lw neben den parkenden Fahrzeugen erahnen. Ich halte es für fahrlässig, hier nun die Ansicht zu verbreiten, so etwas müsse man benutzen. Und die Autofahrer, die einen dort anhupen, anbrüllen und bewußt eng gefährdend schneiden fühlen sich noch bestätigt. Das war an dieser Stelle ja sicher nicht gewollt.

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