Neuer Aktionsbus „Radfahrsicherheit“ im Liniennetz der PaderSprinter GmbH

Auf Initiative der Arbeitsgruppe Radfahrsicherheit fährt jetzt täglich ein Linienbus der PaderSprinter GmbH im Liniennetz der Stadt, der mit großflächigen Abbildungen für mehr Verkehrssicherheit wirbt. 

Bild0007An beiden Seiten und am Heck des Busses sind typische Verkehrszenen von Rad- und Autofahrern dargestellt. Die damit verbundenen Botschaften greifen zwei Schwerpunkte auf, die Sicherheit auf den Straßen garantieren.

Zum einen wird an das partnerschaftliche „Miteinander“ der beiden Gruppen im Straßenverkehr appelliert und zum anderen an das „richtige“ und regelkonforme Verhalten der Radfahrer bei der Straßenbenutzung. 

Die Fahrer- und die Rückseite des Linienbusses werben für den Leitgedanken der Straßenverkehrsordnung (§ 1 StVO: “Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht!”). 

Der Slogan „Miteinander statt Gegeneinander“, der  oberhalb der Abbildungen aufgedruckt ist, verlangt sowohl von Radfahrern wie von Autofahrern sich mit gegenseitigem Respekt auf den Straßen zu bewegen. Das gilt beispielsweise, wenn sich Autofahrer und Radfahrer eine Fahrbahn teilen müssen, wenn Sonderfahrstreifen für Radfahrer freigelassen werden müssen oder wenn es um einen angemessenen Abstand beim Überholen geht.

Buswerbung_Fahrerseite - Kopie

Die rechte Busseite zeigt einen „Geister-Radfahrer“, der einen Radweg in falscher Richtung befährt und damit erhebliche Gefahren nicht nur für entgegenkommende Radfahrer, sondern auch für Fußgänger und Autofahrer verursacht. Dass ein solcher Radfahrer aber nicht nur für Gefahrenmomente sorgt, sondern tatsächlich allzu häufig für Verkehrsunfälle verantwortlich ist, zeigt die Unfallstatistik der Kreispolizeibehörde Paderborn.

 

Buswerbung_Einstieg - Kopie

Allein im ersten Halbjahr 2013 sind im Kreis Paderborn 180 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern von der Polizei registriert worden. 138 Radfahrer wurden dabei verletzt. Schon seit  Jahren steht das Fahren auf Radwegen in falscher Richtung (Geisterfahrer) und das widerrechtliche Benutzen der Gehwege an erster Stelle bei Unfällen unter Beteiligung von Radfahrern. Diese Art von Unfällen ist für etwa ein Drittel aller Radfahrunfälle verantwortlich. 

Allein im ersten Halbjahr 2013 sind im Kreis Paderborn 180 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern von der Polizei registriert worden. 138 Radfahrer wurden dabei verletzt.

Zwar kommt es nicht bei allen Geisterfahrten von Radfahrern zu Unfällen, aber die Polizei stellt im Rahmen der alltäglichen Verkehrüberwachung immer wieder  fest, dass dieses Verhalten ein erhebliches Gefährdungspotential für die Radfahrer selbst, aber auch für die übrigen Verkehrsteilnehmer darstellt. 

Gerade die Zahl der verunglückten Radfahrer ist gemessen am Gesamtanteil der im Straßenverkehr Verunglückten mit durchschnittlich 25 Prozent in den letzten Jahren auf einem sehr hohen Stand.

Die hohen Unfallzahlen durch „Geisterfahrer“ und der nach wie vor große Anteil an alkoholisiert fahrenden Radfahrern waren mit dafür verantwortlich, dass bereits im letzten Jahr in der Arbeitsgruppe die Idee entstand, einen mobilen Werbeträger für die Zwecke der Verkehrssicherheit von Radfahren einzusetzen. Nach mehrmonatiger Planung konnte das Projekt in diesem Jahr inhaltlich wie finanziell realisiert werden.

Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Heinz Paus bilden das Lenkungsgremium der „AG Radfahrsicherheit“, die in der Vergangenheit die Verkehrssicherheit von Radfahrern durch diverse Baumaßnahmen und zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen optimiert hat.

Die Sicherheit und die Mobilität im Straßenverkehr stehen im Vordergrund der Bemühungen aller Partner, die sich in der Arbeitsgruppe Radfahrsicherheit zusammengefunden haben. 

Das aktuelle Projekt sorgt für eine permanente Präsenz auf den Straßen und setzt die Botschaften sowohl bei Radfahrern als auch bei Autofahrern nachhaltig in Szene.

Logo-Radfahrsicherheit-neutral

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1 Antwort zu Neuer Aktionsbus „Radfahrsicherheit“ im Liniennetz der PaderSprinter GmbH

  1. Peter Czaja sagt:

    Miteinander ist genau richtig. Nur wenn alle Verkehrsteilnehmer aufeinander aufpassen, wird das was. Paragraph 1 regelt ja eigentlich schon alles.

    Die gewählten Motive sehe ich kritisch: Auch wenn es sich nur um eine plakative Comicsituation auf engem Raum handelt, wäre es sicherlich besser gewesen, auf ausreichende Überholabstände in den Abbildungen zu achten. Besonders das Bild auf der Rückseite des Busses ist hier ein krasses Negativbeispiel. Und der Radfahrer bedankt sich auch noch debil grinsend für die Gefährdung. Friede, Freude Eierkuchen.

    „Na dann ist ja alles in Ordnung“, denkt sich der Betrachter.

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